Frankreichs Dressurreiterin Margit Otto-Crepin verstorben

Margit Otto-Crepin verstorben. Foto: Scoopdyga
Margit Otto-Crepin verstorben. Foto: Scoopdyga

Die wohl bekannteste französische Dressurreiterin Margit Otto-Crepin ist am 20. April 2020 im Alter von 75 Jahren verstorben. Wie Eurodressage.com mitteilte verstarb Otto-Crepin nach einer kurzen, schweren Krankheit, nicht jedoch an Covid-19. Die am 9. Februar 1945 in Saarbrücken geborene Margit Otto-Crepin verbrachte ihre letzten Lebensjahre in Hamburg. Ihre französische Staatsbürgerschaft „verdankte“ sie Frankreich, dass von1946 bis 1957 das Saarland kontrolliert. Die Dressureiterin trainierte bei Fritz Tempelmann, Herbert Rehbein und Uwe Schulten-Baumer. In Paris studierte sie an der Sorbonne Sprachen weil die Amateurin bei der UNESCO als Übersetzerin arbeiten wollte, doch die Liebe hatte andere Pläne, als sie den Amateur-Springreiter Daniel Crepin heiratete. Mit verschiedenen Pferden nahm sie für Frankreich an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen teil.

Am meisten dürfte sie allerdings mit ihrem 1,80 Meter große Holsteiner Wallach Corlandus, ein Sohn des Springpferdemachers Cor de la Bryere in Erinnerung bleiben. Mit dem Braunen gewann sie u.a. Gold bei den Europameisterschften in Goodwood 1987 und Silber bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul hinter Nicole Uphoff und Rembrandt. Mit dem Zweibrücker Schimmel Lucky Lord konnte Otto-Crepin an die Erfolge mit Corlandus anknüpfen. Die beiden holten 1995 Team-Bronze bei der EM und nahmen an den Olympischen Spielen in Atlanta teil. Seit 2005 lebte Margit Otto-Crepin in Hamburg und engagierte sich nach ihrer aktiven Karriere ehrenamtlich u.a.als Mitglied des FEI Dressur-Kommitees und als Präsidentin des International Dressage Riders Club.

Titelfoto August 2020: Siegerstutfohlen springbetont von Carinue -Carleyle, beim Fohlenchampionat Neustadt/D. Foto: bb
Titelfoto August 2020: Siegerstutfohlen springbetont von Carinue -Carleyle, beim Fohlenchampionat Neustadt/D. Foto: bb