Blaues Band für Caroline Lass

Andre Thieme auf Contadur. Foto. ACP-Pantel
Andre Thieme auf Contadur. Foto. ACP-Pantel

Vier Reiter aus MV unter den Top 20 beim Hamburger Derby

 

Hamburg Beim 88. Deutschen Spring- und Dressurderby gaben Reiterinnen und Reiter aus Mecklenburg-Vorpommern alles. Zahlreiche Siege und Platzierungen gingen von Hamburg Klein Flottbek nach Mecklenburg-Vorpommern. Thieme war stolz auf sein Pferd Contadur, den er erst seit fünf Wochen unter dem Sattel hat und mit dem er 10. beim Springderby wurde. „Ich bin total zufrieden.“ Probleme bekam der Derbysieger von 2007, 2008 und 2011 an seinem „Angstoxer“, den großen Buschoxer an der langen Seite. Als die vordere Stange fiel, schien das ganze ausverkaufte Stadion aufzuschreien. Ein zweiter leichter Fehler kam dann noch dazu, obwohl der erst 9-jährige Hengst alle wirklichen Derbyklippen bestens meisterte.

Caroline Lass mit Westerhuis Jorik. Foto: ACP-Pantel
Caroline Lass mit Westerhuis Jorik. Foto: ACP-Pantel

 

Dafür gab es auch tosenden Applaus der tausenden Zuschauer. Platz 14 ging an Philipp Makowei mit Chelsea. Zu Anfang lag ein Kribbeln in der Luft – so sehr roch es nach Null. Auch den Wall ging es fehlerfrei herunter, aber am gefürchteten Plankensprung passte es nicht. Benjamin Wulschner (Wentorf) auf La Darca und André Plath (Insel Poel) auf AFP’s Cosmic Blue komplettierten die guten Vorstellungen der Reiter aus MV. Sechs der 32 internationalen Teilnehmer erreichten das Ziel nicht. In einem spannenden Stechen von drei Nuller siegte Pato Muente (SLO) auf Zera. Platz zwei ging an den Derbysieger von 2015, Gilbert Tillmann mit Claus Dieter vor Nisse Lüneburg auf Cordillo. Zu den Qualifizierten gehörte auch Holger Wulschner (Passin). Der verzichtete auf einen Start. „Ich hab das gar nicht so auf dem Plan gehabt. Darum habe ich die Derbysprünge auch nicht so intensiv geübt, wie die anderen. Ich lasse es in diesem Jahr lieber“, begründete Wulschner seine Absage. Aber trotzdem gibt es auch in diesem Jahr wieder einen Derbysieger aus MV: Caroline Lass aus Tempel gewinnt das Blaue Band beim Deutschen Pony-Dressur-Derby auf ihrem Pony Westerhuis Jorik. „Ich kann es noch gar nicht glauben, es ist unvorstellbar“, freut sich die 14-jährige Schülerin, die auf dem Pferd sitzt, seit sie laufen kann. „Wir hatten früher so ein kleines Pony als Rasenmäher, da saß Caro schon immer drauf“, sagt die Mutti Inga Lass. Die Schülerin konnte sowohl die beiden Qualifiaktionsprüfungen als auch das Finale mit Pferdewechsel für sich entscheiden. „Leider muß ich mich von meinem Pony trennen und auf ein Großpferd umsteigen. Ich wünsche mir, das Westerhuis ein sehr gutes Zuhause bekommt, sagt Caroline, die mit fast 1,80 Meter aus dem „Ponymaß“ gewachsen ist.

 

Christine Pantel

 

Aktuelle Ausgabe, September '17
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