11. Süddeutsche Körung München: Elf Prämienhengste begeistern

Bereits vor den Körtagen wechselte der Prämienhengst von San Amour – Fürst Heinrich an die Besitzergemeinschaft Landgestüt Moritzburg und Gestüt Sprehe. Foto: AR
Bereits vor den Körtagen wechselte der Prämienhengst von San Amour – Fürst Heinrich an die Besitzergemeinschaft Landgestüt Moritzburg und Gestüt Sprehe. Foto: AR

75 Hengste traten auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem zur 11. Süddeutschen Körung an. 33 erhielten die vorläufige Lizenz zum Decken. Erstmals wurde kein Siegerhengst gekürt, sondern mehrere gleichwertige Prämienhengste.  Sechs Dressurhengste und fünf Springhengste erhielten die  Prämie. Bei den Dressurhengsten wurde der  prämierte bayerische Destano-Sohn aus einer Rubinstein/Bolero-Mutter  mit 120.000 Euro zum Spitzenpreis der Auktion an ein Staatsgestüt in Tschechien zugeschlagen.

 

 

Begehrter DSP-Prämienhengst von San-Amour schon im Vorfeld nach Moritzburg verkauft

Der Prämienhengst der Rasse Deutsches Sportpferd von San Amour/Fürst Heinrich-Sohn aus der Zucht des Gestüts Elstertal in Wolfersdorf/Thü. war schon im Vorfeld der Hengsttage an die Besitzergemeinschaft Landgestüt Moritzburg und Gestüt Sprehe verkauft worden. Weitere Prämienhengste stammten von Rock for Ever, Fabregas/Riccione, L´Espoir/Ehrentanz I und Lord Leopold/Lutz. Der mit 79.000 Euro drittteuerste Hengst der Auktion, ein Deutsches Sportpferd, war ohne Prämie geblieben. Der gekörte  Sohn von Johnson aus einer Rohdiamant/Lucarlo-Mutter wurde von Jaqueline Strümpfel in Unterwellenborn/Thü. gezogen. Der äußerst typvolle Dunkelfuchs aus dem Besitz von Sabine Rüben in Würselen bestach durch seine natürliche Aufrichtung und kadenzierte Trabbewegungen. Ein gekörter Oldenburger Sohn des Zack Blue Hors wird in Zukunft die Blutvielfalt des Brandenburgischen Haupt- und Landgestüts verstärken.

 

Teuerster Springhengst geht ebenfalls nach Moritzburg

Bei den Springhengsten sorgte ein mittelgroßer Brauner von Stakkato Gold/Lord Weingard/Contender für Szenenapplaus. Derbysieger André Thieme als Kommentator für die Jury lobte das Interieur und die innere Ruhe des Oldenburger Hengstes.  Mit dem Spitzenpreis von 90.000 Euro wurde dieser Hengst nach Moritzburg zugeschlagen. Ein Württemberger Nachkomme des Flipper d´Elle aus einer Candillo/Landgraf I-Mutter aus der Zucht von Dr. Peter Pongs in Unterschneidheim-Zöbingen, wurde für 80.000 Euro zugeschlagen. „Bei ihm kam ich ins Träumen. Das ist ein Pferd für den großen Sport“, so Thieme begeistert. Olympic Fire hieß der Vater des Deutschen Sportpferdes, das als vierter Prämienhengst brillierte. Hans-Adolf Lembke aus Gardelegen/SAN hat den Schimmel aus einer Levisto/Paradiesvogel-Mutter gezogen. 33.000 Euro konnten die Besitzer Dietmar und Cerstin Mewes aus Gardelegen für ihren Junghengst erzielen. Aus der Großmutter dieses Hengstes, Pandora von Paradiesvogel, hat Antje Lembke aus Gardelegen auch den bei den Dressurhengsten gekörten Fürst Wettin-Sohn gezogen, der ebenfalls von Dietmar und Cerstin Mewes ausgestellt wurde und der bei 26.000 Euro den Hammer des Auktionators fallen hörte.

 

Verkaufszahlen deutlich gesunken

 

Insgesamt spiegelte die Auktion die derzeit schwierige Lage auf dem Pferdemarkt wider. Die Hengsthalter zögern mit Neuankäufen. Die gekörten Hengste wurden statt im Durchschnitt für knapp 60.000 Euro wie im Vorjahr diesmal nur noch für knapp 40.000 Euro verkauft. Bei den nicht gekörten Hengsten konnte der Durchschnittspreis von 19.000 auf 23.482 Euro gesteigert werden. Der Gesamtumsatz fiel von 2,05 auf 1,73 Millionen Euro.

AR

 

 

 

 

 

 

Foto: pixabay
Aktuelle Ausgabe, November 2018