FN Ordnungsmaßnahmen gegen Springreiter Michael Kölz

Michael Kölz
Michael Kölz

Die Disziplinarkommission der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) hat Folgendes beschlossen: Wegen positiver Medikationskontrolle wurde Michael Kölz (Leisnig/Sachsen) von der FN-Disziplinarkommission (2. Kammer) bis auf weiteres von der Teilnahme an Turnieren ausgeschlossen. Der Reiter war mit dem Pferd Dejavue bei der Pferdeleistungsschau Sorge/Settendorf/Thü. vom 6. bis 9. Juni 2013 gestartet.

Bei der Medikationskontrolle wurde Morphin nachgewiesen. Morphin ist eine Dopingsubstanz gemäß Liste I der Anti-Doping- und Medikamentenkontrollregeln/ADMR. Ein Verfahren ist eingeleitet.

Anm. d. Red.: PIO hat Michael Kölz zu den Vorwürfen befragt. Der aktuelle sächsische Landesmeister war gegenüber unseren Fragen sehr offen und zeigte sich über den Fakt als solchen sehr bestürzt. Der Leisniger kann sich die Sachlage nicht erklären und ist sich keiner Schuld bewusst. Bei dem positiv getesteten Pferd Dejavue handelt es sich um ein Berittpferd, dass er nur für einen begrenzten Zeitraum zur Ausbildung übernommen und auf dem Turnier vorgestellt hatte. Als Mitglied des deutschen B-Kaders ist Kölz von der NADA mehrfach über die Folgen von unerlaubter Medikation oder Doping belehrt worden. Die angebliche Gabe von Morphin durch den Reiter/Betreuer/Tierarzt schließt Kölz kategorisch aus. Die Droge macht müde, was besonders für Springpferde und Reiter in Prüfungen zu lebensgefährlichen Situationen führen kann, da die Pferde hier besonders ihrer vollen  Konzentration bedürfen. Michael Kölz vermutet, dass  das Morphin Dejavue möglicherweise durch einen dritten beigebracht wurde, der dem Leisniger nicht unbedingt freundschaftlich gesonnen ist. Dem Verdacht schließen wir uns an und stehen voll hinter Michael Kölz.  Beate Baake

 

Foto: pixabay
Aktuelle Ausgabe, November 2018