Sächsisches Fohlenchampionat in Kalkreuth

Klasse statt Masse 

Insgesamt stellten sich nur 27 von 47 qualifizierten Stutfohlen der Rasse Deutsches Sportpferd der Jury. Besonders das Bewegungspotential bei den Stutfohlen erwies sich als überdurchschnittlich. Im Endring setzte sich eine langbeinige Cador-Tochter a.e.M. v. Charming Boy – Accusé aus der Zucht und im Besitz von Matthias Uhlig aus Herzberg/BB souverän an die Spitze (9,17 Pkte.). 

Im Typ waren sich die Richter einig und vergaben je eine 9,5. Leichte Abzüge mit je 8,5 im Vergleich gab es für das Exterieur. Platz eins bei den Dressurbetonten Fohlen wurde eine Tochter des Decurio a. d. Corlana v. Couleur-Rubin (8,89). Exakt die gleiche Durchschnittsnote erhielt die Reservesiegerin. „Mut zum Blut“ hatte das Sächsische Hauptgestüt Graditz. Vater der sich leichtfüßig und sehr taktvoll bewegenden Stute ist der Vollbluthengst Kubaner xx, Mutter Hymne ist eine Tochter des Liberator. Mit dem Filigranen des Vollblüters bei exaktem und trockenem Fundament ausgestattet, überzeugte sie jeden Zweifler. Einen Tick besser präsentierten sich die Hengstfohlen. Championatszüchter Frank Weichold aus Großweitzschen glänzte diesmal mit einem Fürst Romancier-Conteur-Fohlen. Bei soviel Takt und Harmonie zückte ein Richter sogar die Traumnote zehn und der Dressursieger stand fest (9,33). Die gleiche Endnote erhielt der Sieger bei den Springbetonten Fohlen aus der Zucht von Ludwig Ebermann aus Bernstadt. Dritter mit einer Endnote von 9,06 wurde ein typvolles Fuchsfohlen. Vater des typvollen Jünglings ist Fürstenstern aus der Happiness von Hudson. Gezogen wurde er bei Jürgen Dietrich in Hartmannsdorf bei Chemnitz. Zwei vierte Plätze gab es für Söhne des Sir Lehmann x Doc Martens und Casdorff x Acussé (je 8,83), Decurio x Faustinus (8,67), Quaterback x Wolkenball (8,56) sowie Decurio x Weltstern (8,5).

 

Schweres Warmblut: Stuten besser als die Hengste

 

18 Stut- und zehn Hengstfohlen stellten sich der Konkurrenz. Hier waren die Stuten etwas besser als die Hengste. Allen voran eine Elitärtochter a.e.M. von Eurostar gezogen bei Bärbel und Walter Matzke in Zerbst. Mit 8,89 Punkten folgten je eine Veit-Ellrado-Tochter aus der Zucht von Gerd Pohlers/Glauchau, die sich am besten bewegen konnte und hier dreimal eine 9,5 erhielt sowie ein Rappfohlen von Elitär – Elington, dass ebenfalls fast ausschließlich im Neunerbereich punktete. Dieselbe Gesamtnote erhielt auch der Sieger bei den Hengstfohlen von Volkmann x Elbcapitän aus der Zucht von Siegfried Grabowsky in Niedercunnersdorf.

 

Kaltblut: Eine 10 für den Trab

 

Bei den Schwergewichten unter den Pferden wurde aufgrund der geringen Teilnehmeranzahl die Bewertung nicht nach dem Geschlecht unterschieden. Sieben Hengst- und vier Stutfohlen waren aufgetrieben worden. Das spätere Siegerfohlen, ein Hengstfohlen von Udo a.e.M. von Achat, gezogen im Landgut Elbeland Axien imponierte besonders mit seinen Bewegungen, für das es neben zweimal 9,5 auch eine 10,0 erhielt.

 

Spezialrassen: Dreimal zehn für ein Tinkerfohlen

 

Bei den acht aufgetriebenen Edelbluthaflingern fiel besonders eine kleine Novellino-Tochter a.e.M.v. Sandor auf. Dem Charme des kecken Stutfohlens konnte sich auch die Jury nicht entziehen und vergab für den Typ dreimal die Traumnote 10.

Gezogen wurde sie bei Eberhard Bonitz in Chemnitz. Erwähnenswert auch ein Tinkerfohlen bei den Pony- und Spezialrassen. Der kleine Hengst von Skalero a.e.M.v. Black Jack van de Tukker aus der Zucht von Dirk Ronge aus Großnaundorf, ohnehin schon mit Noten zwischen 8,5 und 9,0 gut bewertet, erhielt für seine elastischen und raumgreifenden Bewegungen sensationell gleich dreimal die 10,0.

 

Lesen sie unseren ausführlichen Bericht in der August-Ausgabe

 

Weitere Ergebnisse unter: www.sachsens-pferde.de

Foto: pixabay
Aktuelle Ausgabe, November 2018