Süddeutsche Körung München Riem:

Foto: KW
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Dressursieger kommt nach Moritzburg/Springsieger nach Neu Benthen/MV

Dressursiegerhengst der Körung wurde ein bildschöner Sohn des Stockholm aus einer Harvard/Campari M-Mutter, gezogen und ausgestellt von Ex-Bundestrainer Kurt Gravemeier. Als bei der Auktion die Gebote für den Youngster stockten, schlug Landstallmeister Dr. Matthias Görbert zu und sicherte den Siegerhengst dem Landgestüt Moritzburg für 60.000 Euro. Reservesieger wurde ein weiterer Boston-Sohn aus einer Donnerhall-Mutter. Aus dem ersten Jahrgang des inzwischen leider eingegangenen Jazz-Sohnes Boston waren in München-Riem sechs Söhne angetreten. Vier von ihnen wurden gekört. Einer der beiden, die nicht gekört wurden, stammte aus der Zucht des Stiftung Brandenburgisches Haupt- und Landgestüts aus einer Dionysos/Alabaster-Mutter. 

Die Bieter erkannten gleichwohl die Qualitäten des noch etwas arm wirkenden Junghengstes und Landstallmeister Dr. Jürgen Müller konnte 30.000 Euro für ihn mit nach Hause nehmen. 35.000 Euro erhielt Dr. Müller für seinen zweiten Körkandidaten, einen gekörten und prämierten, ebenfalls noch sehr jugendlich wirkenden Quaterback/Expóse-Sohn. Gekört wurde weiterhin ein Sohn des Sir Donnerhall I aus einer Metternich/Weltmeyer-Mutter aus der Zucht des Obstguts Sommer in Diera/Zehren/BB und ausgestellt von Wolfgang Schneider aus Diera/Zehren. Für den Dunkelbraunen fiel das Hämmerchen des Auktionators bei 21.000 Euro. Marianne Vité aus Stauda/SAC freute sich über den Zuschlag von 40.000 Euro für ein Deutsches Sportpferd aus ihrer Zucht, einen Junghengst von Belissimo M/Good Dream/Dekan, der nicht das Wohlgefallen der Körkommission gefunden hatte.

 

Hengststation Schmidt aus Neu Benthen/MV erwirbt Springsieger 

Springsieger wurde ein bayerisch gebrannter Sohn des Landprinz, dessen Nachkommen die Körkommission in den vergangenen Jahren oft verschmäht hatte. An diesem hier führte kein Weg vorbei. Der schicke Braune, von Manuela und Gerhard Schober in Ingolstadt aus einer Cassini I-Mutter gezogen, sprang nicht nur mühelos über jede verlangte Höhe, sondern zeigte auch noch drei sehr gute Grundgangarten. Springreiter und Derbysieger André Thieme kommentierte als Sprecher der Körkommission für die Springpferde: „Ein Ausnahmepferd, charakterstark. Er ist das Non-plus-Ultra. Beim Springen ging alles mühelos, erst beim letzten Sprung hat er sich dann mal angestrengt und einen Riesen-Satz rausgelassen.“ Die Kaufinteressenten der Auktion waren offenbar der gleichen Meinung und es entspann sich ein spannendes Duell zwischen spanischen Bietern und dem gemeinsamen Bieterteam Hengststation Schmidt/Neu Benthen und Gestüt Sprehe/Benstrup. Für den Höchstpreis im Springlot von 135.000 Euro ging der Hengst schließlich an Heiko Schmidt und wird in Mecklenburg-Vorpommern eine neue Heimat finden. Von drei Söhnen des Colestus wurden zwei gekört. Den sehr gut springenden Colestus-Sohn aus einer Pierot II-Mutter aus der Zucht von Frank Weichold vom Gestüt Noschkowitz/SAC in Großweitzschen kaufte das Landgestüt Moritzburg für 28.000 Euro. Der ebenfalls sprungstarke Colestus-Sohn aus einer No Limit/Kolibri-Mutter aus der Zucht von Johannes Reppe in Kodersdorf/SAC, ausgestellt von Turnierveranstalter Volker Wulff, ging für 17.000 Euro über die Auktion. Jens Degenhardt aus Kleinroda/THU. stellte einen Corlensky G/Salito-Sohn aus, der das begehrte Körprädikat erhielt und für 25.000 Euro

zugeschlagen wurde. AR

 

Fohlen, Foto: pixabay
Aktuelle Ausgabe, April 2019