Bundeskaltblutschau in Berlin

Reservesiegerstute Hanka kommt aus Axien Warendorf stellt Siegerhengste

Im Rahmen der „ Grünen Woche“ in Berlin fand vom 18. bis 20. Januar die siebte Bundeskaltblutschau der Deutschen Reiterlichen Vereinigung ( FN ) statt. Seit 1989 werden unter dem Funkturm alle vier Jahre die „XXL – Germanys Next Topmodels“ der Rassen Rheinisch-Deutsches Kaltblut, Süddeutsches Kaltblut, Schleswiger Kaltblut und Schwarzwälder Kaltblut gewählt. Aus jeder teilnehmenden Rasse wird ein Bundessiegerhengst und eine Bundessiegerstute ermittelt. Rund 90 Kaltblüter stellten sich den Zuchtrichtern. 

 

Hanka v. Achat a.d. Hella gezogen und ausgstellt vom Landgut Elbeland Axien Foto: Tendie
Hanka v. Achat a.d. Hella gezogen und ausgstellt vom Landgut Elbeland Axien Foto: Tendie

Am stärksten war in Berlin das Rheinisch-Deutsche Kaltblut vertreten, ursprünglich aus Belgien stammend, erhielt es seinen Namen 1918 nach seinem deutschen Erstzuchtgebiet im Rheinland. So ist auch nicht verwunderlich, dass Nordrhein-Westfalen auf der „Grünen Woche“ mit 17 Pferden vertreten war. Die Ostdeutschen Verbände, präsentiert durch die Zuchtverbände Sachsen-Thüringen, Brandenburg-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, stellten 20 Bewerber auf einen Bundessieger aus und für das Stammbuch für Kaltblutpferde Niedersachsen traten sieben Bewerber an. Im Wettbewerb der vier- bis fünfjährige Hengste konnte sich der Landbeschäler Antonio vom Sächsischen Landgestüt Moritzburg mit dem zweiten Platz hinter Martell vom Nordrhein-Westfälischen Landgestüt in Warendorf für den Endring qualifizieren. Auch im Wettbewerb der sechsjährigen und älteren Hengste führte mit Hartmut ein Beschäler vom Nordrhein-Westfälischen Landgestüt die Rangierung an. Auf Platz zwei rangierte sich Contador von der Brücker Agrar- und Landschafts- GbR aus Brandenburg ein. Bundessiegerhengst wurde der Hoppeditz - Sohn Hartmut a.d. Hella gezüchtet von Hannelore Koch aus Nürnbrecht und Bundesreservesiegerhengst wurde Martellv. Markant a.d. Hellen, gezüchtet von Annette Schürmann aus Billerbeck. Beide kommen aus Warendorf vom Nordrhein-Westfälischen Landgestüt. Ihnen folgte Antonio, ein Sohn des Amethyst von Wernstedt, der für den Zuchtverband Brandenburg-Anhalt ausgestellt wurde. Sein Züchter ist Hans-Jürgen Schulz aus Wernstedt bei Kalbe/Milde (Sachsen-Anhalt). Auch der Condor I – Sohn Contador a.d. Libelle aus der erfolgreichen Zuchtstätte der Brücker Agrar- und Lanschafts- GbR wurde vom ZV Brandenburg-Anhalt ausgestellt. Diese vier Hengste und zwei weiter erhielten das erstmals vergebene Prädikat FN-Bundesprämienhengst , darunter mit dem Achat-Sohn Axel von Axien a.d. Dora auch ein Hengst aus dem Zuchtgebiet Sachsen-Thüringen

 

Sechs Stuten im Endring

Sechs Stuten standen im Endring zur Ermittlung der Bundessiegerstute. Hier waren den Wettbewerben Bewertungen der vier-, fünf- sowie der sechsjährigen und älteren Stuten voraus gegangen. Hanka, eine Achat-Tochter a.d. Hella gezüchtet vom Landgut „Elbeland“ Axien und von dieser für den ZV Sachsen-Thüringen vorgestellt, konnte den Wettbewerb der fünfjährigen Stuten gewinnen und sich nach dem Endausscheid mit der Schleife einer Bundesreservesiegerstute schmücken. Der Titel Bundessiegerstute wurde der von Gerhard Rosemeyer aus Detmold und von Paul und Stefan Winkelmann aus Lüdinghausen für den ZV Westfalen ausgestellten Nelson-Tochter Nala a.d. Aline verliehen. Die Stuten Fee v. Fulminant a.d. Lolle gezüchtet und ausgestellt durch die Familie Schulz aus Salzwedel für den ZV Brandenburg-Anhalt, Thea v. Nandu a.d. Theresa, Züchter: Brücker Agrar- und Landschafts GbR von Sven Bothe aus Ilkendorf für den ZV Sachsen-Thüringen ausgestellt und Nina v. Nerlinger a.d. Viona, gezüchtet und ausgestellt von Volker Prange für den ZV Mecklenburg-Vorpommern, verpassten den Endring mit eine 1c Rangierung in ihren jeweiligen Wettbewerb nur knapp.

Peter Tendler

 

Marvin Jüngel, Foto: bb
Aktuelle Ausgabe, Juli 2019