Redefiner 30-Tage-Veranlagungstest

Inoffizieller Prüfungssieger mit Wertnote 8,40 wurde der Holsteiner Cositino (Cosido x Libertino I), der schon mal in den Boxen des Landgestüts Redefin stand. Foto: wego
Inoffizieller Prüfungssieger mit Wertnote 8,40 wurde der Holsteiner Cositino (Cosido x Libertino I), der schon mal in den Boxen des Landgestüts Redefin stand. Foto: wego

22 Hengste nahmen am Abschlusstest teil

Der angesetzte 70-Tage-Test für Reitpferdehengste musste in Redefin mangels Nennungen leider ausfallen. Nach den neuen Regularien müssen für eine Prüfung mindestens 25 Hengste gemeldet sein, damit die Prüfung von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) genehmigt wird. Zwar werden die Nennungen durch die FN von Stationen, die mehr als 40 Hengste haben, auf andere umgelenkt, dennoch kam die geforderte Zahl für Redefin, ebenso wie für Münster-Handorf, nicht zustande.

Im Landgestüt Redefin gab es vom 23. Oktober bis 21. November unter Leitung von Roland Volkmann einen 30-Tage-Veranlagungstest. Für diesen waren 26 Hengste gemeldet. Vier traten nicht an, einer fiel während der Prüfung aus, so dass 22 Hengste (einer vierjährig und 21 dreijährig), an der Abschlussprüfung am 20. und 21. November teilnahmen. Die Prüfung fand unter Aufsicht von Hans-Heinrich Stien, Vorsitzender im Pferdestammbuch Schleswig-Holstein, statt. Als Richter, die aus einem bei der FN registrierten Pool ausgewählt und von dort auch für die einzelnen Prüfungen benannt werden, fungierten Ludwig Hecke aus Rosdorf/NS und Tonius Lehmkuhl aus Telgte/NRW. Testreiterin war Isabel Bache (Kirchwalsede bei Bremen). Richter und Testreiter haben also lange Anfahrtswege, was die Prüfung nicht unbedeutend teurer macht.

Der Test schloss mit einer durchschnittlichen Endwertnote von 7,63 ab. Zeitgleich schloss auch ein 30-Tage-Test in Münster-Handorf mit exakt der gleichen Wertnote ab. Die 30-Tage-Tests in Schliekau (1.-30.3.), sowie München-Riem und Moritzburg (beide 9.10.-7.11.) hatten ein Endergebnis von 7,79, 7,88 und 7,67.

Wie bei den Stutentests im Land auch, lieferte die dressurbetonte Endnote mit 7,23 in Redefin den niedrigsten Wert. Das Springen liegt mit 7,81 deutlich höher. Im Redefiner Prüfungslot befanden sich fünf Mecklenburger Hengste, die wie folgt abschnitten:
Diarado x Patrick xx (Martin Jürgens, Polzow) gewichtete Endnote 7,48, dressurbetonte Endnote 7,20, springbetonte Endnote 7,13. Chap x Pikör (LG Redefin) 8,16 / 7,51 / 8,78. Don Carlos - Dycos D’Or x Anrit (LG Redefin) 6,90 / 6,26 / 6,63. Baloubri x Cabrol Amicor (LG Redefin) 7,53 / 7,31 / 7,90. Doubles Well x Matador xx (LG Redefin) 7,42 / 7,36 / 7,13.

Im Gestüt Ganschow gezogen und ausgestellt von Stephanie Herken-Wendt (Majenfelde/SH) wurde der Trakehner Glücksruf (Dramatiker x Opernball), der die Prüfung mit 7,91 abschloss (Dressur 8,28 / Springen 7,35). Er wurde zugleich Dressursieger mit 8,28. Thomas Kleis (Gadebusch) stellte den vierjährigen Hengst Im Lot aus, ein Oldenburger Sohn des Quidam’s Rubin aus einer Le Coeur-Mutter. Mit 8,20 lieferte er das drittbeste Ergebnis (Dressur 7,79 / Springen 8,38). Aus dem mecklenburgischen Dobbertin war Wolfgang Schattschneider mit einem Oldenburger Halbblüter von Duke of Hearts xx / Don Larino vertreten 7,37 / 7,01 / 7,38 seine Ergebnisse.

Neben den schon genannten Mecklenburgern ließ das Landgestüt Redefin noch den in seinem Besitz befindlichen Westfalen Cristofin (Cristallo x Amantus) prüfen. Der dunkelbraune Hengst lieferte mit einer gewichteten Endnote von 8,32 das zweitbeste Ergebnis (Dressur 7,90 / Springen 8,63). Inoffizieller Prüfungssieger mit 8,40 wurde der Holsteiner Siegerhengst Cositino (Cosido x Libertino I), der schon mal in den Boxen des Landgestüts stand, später aber wieder nach Holstein wechselte. Mit seinen Teilergebnisse (Dressur 8,26 / Springen 8,35) stellt Cositino seine Doppelveranlagung unter Beweis. Gezogen bei Hermann Blohm in Hodorf, wurde er von der Horsetalents GmbH in Oberursel ausgestellt. Springsieger mit 9,08 wurde der Diarado x Lord Lancer-Sohn Don Diarado, den Rene Tebbel (Emsbüren) ausstellte.  FW

 

Vizeweltmeister Sandro Koalick in Drebkau, Foto: KHL
Aktuelle Ausgabe, Oktober 2019