Quaterback und Camarque stellen die Siegerhengste der dritten Süddeutschen Körung zum Schaufenster der Besten in Neustadt (Dosse)

Springsieger von Camarque Foto: Schroeder
Springsieger von Camarque Foto: Schroeder

Im Rahmen des Schaufensters der Besten präsentierten sich Wochenende 15. – 17.11.2012 51 Hengste in der Graf  von Lindenau-Halle dem kritischen Blick der Jury. Der siegreiche Quaterback – Sandro Hit – Brentano II-Sohn aus der Zucht und dem Besitz des Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt geht auf die berühmte P-Linie zurück und in Kombination mit Bundeschampion Quaterback verkörpert er ein waschechtes Neustädter Produkt. Der bewegungsstarke und typvolle Körsieger war auch Preisspitze in der anschließenden Auktion der gekörten Hengste, hier sicherten sich ihn die mitteldeutschen Landgestüte für einen Zuschlagpreis von 130.000 Euro.

 

Der Springsieger, ein Camarque –Kolibri – Vers II/T.-Sohn aus der Zucht und Besitz von Dr. Frank Klakow, Osterburg, zeigte sich vom ersten Tag an mit viel Herz und Intelligenz am Sprung. „Das sehen wir Springreiter gern und spricht für großes Talent, wenn die jungen Pferde nach einem Fehler beherzt den nächsten Sprung angreifen und derart Übersicht wahren“, begeisterte sich der dreimalige Derbysieger André Thieme, zum ersten Mal Sportvertreter Springen der Körkommission. Seine neue Heimat fand der Hengst für 50.000 Euro beim Mecklenburger Nationenpreis-Reiter Heiko Schmidt gefunden. Der erste Spring-Reservesieger, ein sympatische Diarado – Canando – Briscar-Sohn aus der Zucht der ZG Dr. Christa Maria Piskorz, Gronau, und ausgestellt von Bernado Pizkorz, Middleburg, offenbarte keine Schwächen und zeichnete sich mit hervorragendem Taxiervermögen, Klugheit und Vermögen am Sprung in allen Höhen aus.Er wechselte für 80.000 Euro in das Brandenburgische Haupt- und Landgestüt Neustadt. Als zweiter Reservesieger Springen verließ ein Callado – Glenn Alme –Good Dream-Sohn, vorgestellt von Volkmar und Heike Schadock, Heideblick, den Körring. Der von Norbert Noak, Craupe, gezogene Hengst wirkt noch jugendlich, aber sehr typvoll. Am Sprung zeigte er viel Geschick und Vermögen. Für 82.000 Euro wechselte er in die Hengststation Paul Schockemöhle nach Mühlen.

Ein tolles Dressurlot präsentierte sich in diesem Jahr der Körkommission. Neben dem Siegerhengst konnte auch der erste Reservesieger, ein lackschwarzer Nobelmann mit dem hocherfolgreichen Olympia-Hengst Desperados als Vater und auf der Mutterseite Weltmeyer, mit außergewöhnlicher Bewegungsqualität überzeugen. Aus der Zucht von Manfred Zimmermann, Dümpelfeld, und vorgestellt vom Gestüt Sprehe zeigte er sich schon weit entwickelt mit groß angelegten Reitpferdepartien und viel Kraft aus dem Hinterbein. Zur Auktion wechselte der Hengst für 110.00 Euro in das Haupt-und Landgestüt Neustadt (Dosse).

Quaterback stellte auch den zweiten Reservesieger im Dressurlot. Über den Trakehner Tolstoi/T. auf der Mutterseite mit viel Schmelz ausgestattet, zeigte der im Format eines Hauptbeschälers stehende Junghengst allerbeste Trabarbeit. Züchterin des auffällig gezeichneten Sportlers ist Jutta Götsch, Rheinsberg, und ausgestellt wurde er vom Gestüt Bon homme, Werder.

Die dritte Neustädter Körveranstaltung hat gezeigt, dass die Zusammenarbeit in der Arbeitsgemeinschaft der Süddeutschen Pferdezuchtverbände im Wachsen begriffen ist. So waren aus Bayern nicht nur drei gute Hengste zur Körung angereist, auch renommierte Hengst- und Sportställe haben sich auf dem Hengstmarkt im Rahmen der Auktion bedient. Insgesamt verauktionierte der Schweizer Andreas Aebi elf Hengste zu einem Durchschnittspreis von 67.272 Euro.

Weiteren Informationen finden Sie unter www.schaufenster-der-besten.de.

 

Fohlen, Foto: pixabay
Aktuelle Ausgabe, April 2019