Protest gegen geplante Pferdesteuer: Petition an Landtagspräsident Fritsch

Am 26. September übergaben Manfred Memmert, Vorsitzender des Verbands pro agro, Peter Krause, Präsident des Landesverbands Pferdesport Berlin-Brandenburg, sowie Dr. Ralf Ruhnau, Präsidiumsmitglied des Landesverbands Pferdesport Berlin-Brandenburg und Vorstandsmitglied von pro agro e.V., über 5.400 Unterschriften gegen die Einführung einer Pferdesteuer in Brandenburg an den Präsidenten des Brandenburger Landtags Gunter Fritsch.

Memmert: „Mit großem Engagement von Land, Kommunen, Vereinen, Wirtschaft und pro agro ist aus Brandenburg das Pferdeland Brandenburg geworden, in dem der Wirtschaftsfaktor Pferd rund 10.000 Arbeitsplätze geschaffen hat und erhält. Über 30.000 Pferde werden in Brandenburg für Freizeit, Sport, Arbeit, Zucht und therapeutisches Reiten genutzt. In über 460 Pferdesportvereinen sind ca. 16.000 Mitglieder aktiv und leisten ehrenamtliche Vereinsarbeit.“

 

Die Einführung einer Pferdesteuer würde großen wirtschaftlichen Schaden anrichten und das seit vielen Jahren erworbene Ansehen des Pferdelandes Brandenburg auf den Gebieten der Kinder- und Jugendarbeit, des Sports, der Gesundheitsförderung, des Tourismus und der Zucht beschädigen.

 

Pferdesport in den Vereinen und Betrieben ist kein Luxussport der Reichen, sondern aktive Kinder- und Jugendarbeit und ein Volkssport. Über die Hälfte der Reiter sind unter 21 Jahre alt. Die meisten Reiter bzw. die Eltern reitender Kinder sind Angehörige mittlerer Einkommensgruppen, welche für die Haltung eines Pferdes oder Reitunterricht auf vieles verzichten. Viele Tiere werden für therapeutisches Reiten mit kranken und behinderten Kindern eingesetzt und deren heilpädagogische Arbeit gefährdet. Infolge einer Besteuerung würden die Preise für Reitunterricht, Reiturlaub und die Pferdehaltung steigen, viele Eltern ihren Kindern den Umgang mit Pferden nicht mehr ermöglichen können, der Reittourismus einbrechen und die Tierhaltung in besteuerten Gemeinden gemieden werden.

 

Vizeweltmeister Sandro Koalick in Drebkau, Foto: KHL
Aktuelle Ausgabe, Oktober 2019